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Demenz

Der Begriff “Demenz” bezeichnet generell ein kognitives Defizit eines Menschen in Bezug auf seine rationalen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Beeinträchtigt sein können unter anderem das Gedächtnis, die Konzentration, die Logik, die sprachlichen und motorischen Fähigkeiten und die Persönlichkeit eines Menschen. Im Unterschied zur Minderbegabung ist bei der Demenz das Defizit nicht angeboren, sondern es entsteht aufgrund einer Erkrankung des Gehirns und verschärft sich mit zunehmendem Fortschreiten der Krankheit. Es gibt die verschiedensten Formen von Demenzerkrankungen, die alle auf unterschiedliche Ursachen rückführbar sind. Auch die Unterscheidungsmaßstäbe sind unterschiedlich. Eine der häufigsten und bekanntesten Formen ist jedoch die Alzheimer-Krankheit. Einige Risikofaktoren sind bekannt, die das Auftreten der Krankheit möglicherweise wahrscheinlicher werden lassen. Einer der wichtigsten ist das hohe Lebensalter, das den Ausbruch der Krankheit zu begünstigen scheint. Auch Depressionen werden für die Entstehung einer Demenz gelegentlich verantwortlich gemacht, da sie auch häufig einer Erkrankung vorangehen.

Demenz ist eine echte Herausforderung und Belastung - für die Betroffenen und für deren Mitmenschen

Demenz ist eine echte Herausforderung und Belastung - für die Betroffenen und für deren Mitmenschen

Eine Demenzerkrankung ist nicht heilbar. Bestenfalls kann ihr Verlauf bei frühzeitiger Behandlung um ein bis zwei Jahre verzögert werden. Um dies zu bewerkstelligen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Zum einen gibt es medikamentöse Therapien, sogenannte “Antidementiva”, deren Wirksamkeit sich aber von Patient zu Patient sehr verschieden entfalten kann. Durch spezielle Darreichungsformen, wie etwa Pflaster, kann bei geringeren Nebenwirkungen eine höhere Dosis verabreicht werden. Auch homöopathische Präparate wie Knoblauch oder Ginko werden diskutiert, sie sind jedoch vielerorts umstritten. Schlaf- und Beruhigungsmittel haben in den meisten Fällen eine negative Wirkung auf die ohnehin verschlechterte kognitive Leistung von Demenzerkrankten, so dass auf diese weitestgehend verzichtet werden sollte.

Als Alternative zur Behandlung der Demenz mit Medikamenten gilt unter anderem das Gedächtnistraining. Hierbei handelt es sich um speziell auf die Problembereiche Demenzkranker ausgerichtete Denkaufgaben. Gesichtererkennung oder Umgebungsorientierung werden zum Beispiel gezielt trainiert. Problematisch ist dabei, dass zwar in einigen Fällen eine positive Trainingsbilanz festgestellt werden konnte, aber eine generelle Wirksamkeit der Therapie in Bezug auf das Alltagshandeln nicht erwiesen werden konnte.
Schlechte Trainingsergebnisse können sich zudem negativ auf das Selbstbewusstsein der Patienten auswirken, den Heilungserfolg zusätzlich schmälern und die Krankheit sogar verschlimmern.

Generell scheint ein gesunder Lebenswandel, viel Sport, gesunde Ernährung, geistige Beweglichkeit und soziale Einbindung einer Demenzerkrankung vorzubeugen. Letztendliche Sicherheit gibt es jedoch nicht.

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