Hornhautverpflanzung - die Rettung vor der Erblindung…
Von Dr. Krankenversicherung | 15. Mai 2009 | Kategorie: Untersuchung & Behandlung |Augenentzündungen, vor allem Keratitis, Hornhautentzündung, sind gefährlich, wenn sie verschleppt werden, denn dann hilft oft nur noch eine Hornhauttransplantation, um die Erblindung zu vermeiden.
Ist die entzündete Hornhaut stark getrübt und das Sehvermögen bereits beeinträchtigt, wird der Arzt mit der Spaltlampe in das Auge schauen, um genau zu erkennen, wie stark die Hornhaut in Mitleidenschaft gezogen ist. Wenn die Bindehaut des Auges, das sogenannte Strome bereits ebenfalls entzündet ist und sich dort Geschwüre zu bilden scheinen, ist Eile geboten, denn es kann dann binnen 48 Stunden zu einer Perforation der Hornhaut kommen, wobei Eiter in das Innere gelangt. Pseudomonaden, Varicellen und auch Streptokokken oder Staphylokokken können heftige Entzündungen auslösen, die zu Komplikationen führen können.
Die Augenklinik der Universitätsklinik Bochum arbeitet bei Hornhautverpflanzungen mit einer besonders modernen Methode, dem sogenannten Femtosesekundenlaser (vgl. z.B. auch den Anbieter EuroEyes für das Femto-Lasik Augenlasern mit dem Femtosekundenlaser). Mit diesem Gerät lassen sich feinste Partikel aus einer Spenderhornhaut herausschneiden und so ist eine genaue Anpassung an das Empfängerauge möglich. Bis zu einer Minidimension von 1/100 Millimeter und Lichtimpulsen von einigen Femtosekunden kann das Gerät Stückchen aus der Hornhaut herauslösen. Auch die Positionierung des Ausschnitts sei mit dieser hohen Genauigkeit möglich. Für viele Patienten bedeutet diese Technik die Rettung ihres Augenlichts, denn das gesunde Gewebe um die Perforation herum, bleibt unangetastet und die Heilungsverläufe sind bisher ausgesprochen positiv. Ein großer Lichtblick, bestimmt auch für die von der genetischen Hornhautentzündung betroffenen Patienten, die sich mit zunehmender Verschlechterung des Sehfeldes plagen und schon in jungen Jahren erblinden.