Lungenembolie durch Blutgerinnsel
Eine Lungenembolie entsteht aus einem Blutgerinnsel, das sich meistens in den Beinvenen oder Beckenvenen, Thrombose, gebildet hat. Löst sich das Blutgerinnsel wird es mit dem Blut in die Lunge gepumpt und kann dort die Lungenarterien verstopfen. Ärzte sprechen dann von einer Lungenembolie. Wird die Embolie nicht binnen zwei Stunden behandelt, kann es für den Patienten tödlich sein. Einer Studie zufolge, bekommt jeder zweite Thrombose-Patient auch eine Lungenembolie.
Nach Operationen am Kniegelenk, Unterleib oder nach Knochenbrüchen sollte man so früh wie möglich wieder aufstehen, damit das Risiko einer Thrombose gesenkt wird. Aber auch Übergewicht, die Pille in Verbindung mit Rauchen, Schwangerschaft und Krebs stellen Risikofaktoren für die Entstehung einer Thrombose dar.
Die Symptome einer Lungenembolie sind gestaute Halsvenen, Schweißausbruch, schneller Puls, Schmerzen beim Einatmen, blutiger Husten, Verfärbung der Fingernägel und Lippen und Atemnot.
Anhand eines EKG, einer Computer-Tomographie und Ultraschalluntersuchung der Bein-Beckenvenen wird ein Arzt die Lungenembolie diagnostizieren. Es erfolgt sofort eine Behandlung mit Heparin, damit das Gerinnsel nicht weiter wächst oder sich neue bilden, Schmerzmittel und die Gabe von Sauerstoff. Absolute Bettruhe ist jetzt sehr wichtig.
In den meisten Fällen ist eine Weiterbehandlung mit Heparin oder den Tabletten Vitamin – K – Antagonisten weitergeführt. Bei einzelnen sogar lebenslang. Sollten sich trotz Behandlung wieder Thrombosen bilden, wird ein Cava – Schirm, eine Art Sieb, in die Hohlvene gepflanzt. Das verhindert, das ein Blutgerinnsel erneut in die Lunge gelangt (svd).

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