Menstruationsbeschwerden

Bei der Monatsblutung der gebärfähigen Frau treten oft lästige oder schmerzhafte Störungen auf. Alle haben eines gemein – sie können auf ernste Erkrankungen hinweisen und erfordern deshalb “immer” eine gründliche ärztliche Untersuchung. Monatsblutungen mit Beschwerden, die über das „übliche“ Maß von Regelschmerzen hinausgehen, nennt man Dysmenorrhöe. Diese schmerzhafte Menstruation kann auf Entzündungen der Unterleibsorgane, wie Eileiter-, Eierstock-, begrenzte Beckenbauchfellentzündungen, gutartige oder gar krebsige Geschwülste, Senkung der Geschlechtsorgane oder unterentwickelte innere Genitale hinweisen.
Fehlsteuerung des vegetativen Nervensystems oder rein seelische Faktoren wie zum Beispiel eine Depression sind weitere mögliche Ursachen.

„Menorrhagien“ nennt man die regelmäßige, aber nach Dauer und und Blutungsstärke übermäßige Menstruationen. Verursacht werden diese unter anderen durch hormonelle Störungen, vor allem während der Pubertät oder in den Wechseljahren, Gut- oder bösartige Tumore, Entzündungen, Geburten, Krampfadern, Infektionskrankheiten oder Muskelschwäche der Gebärmutter.

Unregelmäßige und zu schwache oder zu starke Blutungen, Metrorrhagien genannt, können ebenfalls auf Tumore oder Entzündungen zurück geführt werden. Zu seltene Monatsblutungen, Oligomenorrhöe, bei denen der Zyklus länger als 31 Tage dauert, weisen meist auf eine Eierstockschwäche hin.

Noch schwerer wiegt die völlig ausbleibende Menstruation (Amenorrhöe). Normalerweise tritt sie nur während der Schwangerschaft und Stillzeit, vor der Pubertät und nach den Wechseljahren auf.
Im gebärfähigen Alter kann sie sich vorübergehend durch Störungen im Nervensystem und seelische Einflüsse, nach Überanstrengungen oder bei Mangelernährung entwickeln.

Die wichtigsten Kräuter bei Menstruationsbeschwerden sind Eisenkraut, Kamille und Schafgarbe. Aber auch homöopathische Mittel und Hormontherapie werden erfolgreich eingesetzt.

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