Krankheiten, Symptome und Beschwerden

Untersuchung & Behandlung

Arznei & Medikamente

Beauty & Wellness

Home » Im Fokus

Spendernieren

Dr. Krankenversicherung am 1. Januar 2009 – 02:31Keine Kommentare

In Deutschland müssen derzeit etwa 50 000 Menschen regelmäßig zur Dialyse, da die Nieren bei diesen Patienten nicht mehr in der Lage sind, das Blut selbständig zu säubern. Die bisher einzige Alternative zur Dialyse ist die Nierentransplantation, also das Einsetzen der Organe von hirntoten Organspendern oder Lebendspendern. Die erste erfolgreiche Nierentransplantation in Deutschland wurde bereits 1966 in der Uniklinik Halle durchgeführt.

In Deutschland bekommen pro Jahr etwa 2500 Patienten eine neue Niere, die durchschnittliche Funktionszeit des Spenderorgans liegt derzeit bei etwa neun Jahren. Es kommt jedoch nicht selten vor, dass die Niere bis zu 20 Jahre problemlos ihren Dienst tut und manchmal sogar noch darüber hinaus. Die wichtigste Vorraussetzung dafür ist jedoch, dass der Patient regelmäßig Medikamente einnimmt, die eine Abstoßung des Spenderorgans verhindern sollen.

Es gibt festgesetzte Kriterien, nach denen entschieden wird, wer das wichtige Organ erhält. Dabei spielt die Dringlichkeit eine Rolle, vor allem aber die Wartezeit ab Beginn der Dialyse. Im Regelfall müssen Patienten noch immer fünf bis sechs Jahre auf eine Spenderniere warten. Die Übereinstimmung der Gewebsverträglichkeit von Spender und Empfänger ist ebenfalls ein wichtiger Punkt.

Besonders anfällig für Nierenerkrankungen sind Menschen mit Diabetes und Bluthochdruck, eine regelmäßige Überprüfung des Blutdrucks und des Blutzuckers kann eine Schädigung der Niere verhindern und somit auch die Notwendigkeit einer Nierentransplantation. Die Erfolgsaussichten für das Gelingen eines solchen Eingriffes sind in den letzten Jahren immer mehr gestiegen, aber Spenderorgane sind rar.

Kommentieren Sie diesen Artikel!

Sie müssen eingeloggt sein um Kommentare veröffentlichen zu können.